Jugendverbandsvollversammlung der EJKR – Ein intensiver Tag voller Impulse.

Am 28. März 2025 kamen rund 40 Delegierte der Evangelischen Jugend Köln und Region (EJKR) zur Jugendverbandsvollversammlung (JVV) zusammen – einem der wichtigsten Gremien der Verbandsarbeit, in dem Delegierte aus den Kirchengemeinden der Kirchenkreise Köln Linksrheinisch und Köln Rechtsrheinisch und den angeschlossenen Mitgliedsverbänden gemeinsam Richtungsentscheidungen treffen.

Neue Geschäftsordnung auf Grundlage des KJVG

Ein zentrales Thema der Vollversammlung war die Verabschiedung der neuen Geschäftsordnung der EJKR. Diese wurde intensiv diskutiert und schließlich beschlossen – und das auf einer neuen rechtlichen Grundlage: dem Kinder- und Jugendvertretungsgesetz (KJVG). Das KJVG stärkt die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen in kommunalen Entscheidungsprozessen und verpflichtet Kommunen, Kinder und Jugendliche frühzeitig und wirksam an Planungen und Vorhaben zu beteiligen, die ihre Interessen berühren. Für die EJKR bedeutet das: Die neue Geschäftsordnung schafft klare Strukturen, die demokratische Mitbestimmung und echte Teilhabe junger Menschen innerhalb des Verbandes – und darüber hinaus – stärken. Die JVV hat damit ein klares Zeichen gesetzt: Jugendliche sind nicht nur Zielgruppe, sondern aktive Gestalter*innen ihrer eigenen Vertretung.

Ableismus und Barrierefreiheit: Unbequeme Fragen, wichtige Antworten

Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt der Vollversammlung war das Thema Ableismus und Barrierefreiheit. In einem engagierten Austausch setzten sich die Delegierten damit auseinander, was es bedeutet, wenn Menschen aufgrund von Behinderungen strukturell benachteiligt, ausgeschlossen oder unsichtbar gemacht werden – oft ohne dass es bewusst geschieht. Die Diskussionen machten deutlich: Barrierefreiheit ist mehr als Rampen und Aufzüge. Es geht um Sprache, um Haltung, um die Frage, wen wir bei unseren Veranstaltungen, in unseren Materialien und in unseren Strukturen wirklich mitdenken – und wen wir bisher vielleicht nicht mitgedacht haben. Die EJKR stellt sich dieser Herausforderung und versteht Inklusion als kontinuierlichen Prozess, der immer wieder neu gedacht und gelebt werden muss.

Neue Gesichter 

Die Vollversammlung nutzte den Tag auch für Wahlen: Anna Nettlenbusch wurde als Vertreterin der EJKR in den städtischen Ausschuss „Jugendrat der Religionen“ gewählt. In diesem Gremium bringt die Evangelische Jugend ihre Perspektiven in den interreligiösen Dialog auf kommunaler Ebene ein – eine wichtige Stimme für junge Menschen in einer vielfältigen Stadt wie Köln. Außerdem wurde Silvana Knütter neu in den Vorstand der EJKR gewählt. Herzlichen Glückwunsch an beide!

Gemeinsam, gut versorgt und produktiv

Zwischen den inhaltlichen Blöcken sorgte unser Kaffeewagen „Himmel & Bohne“ für guten Kaffee und leckeres Essen für die nötige Energie und eine angenehme Atmosphäre.

Die JVV hat an diesem Tag wichtige Weichen gestellt: für eine stärkere rechtliche Verankerung jugendlicher Mitbestimmung, für eine kritische Auseinandersetzung mit Ausgrenzungsmechanismen und für eine lebendige Verbandsdemokratie.

Jetzt schon vormerken: Die nächste JVV findet am 19. September 2026 statt.

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